Skip to main content Scroll Top

SAP Security: Kennen Sie die wahren Risiken in Ihrem SAP-System?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie sicher Ihr SAP-System wirklich ist? Viele Unternehmen verlassen sich auf Standardmaßnahmen und übersehen dabei gravierende Risiken. Unsere SAP Security-Experten Nils und Daniel geben Einblicke in die häufigsten Schwachstellen und zeigen, wie Sie Ihr SAP-System gezielt absichern.

Was beschäftigt Unternehmen aktuell beim Thema SAP Security?

Um ein realistisches Bild der aktuellen Bedrohungslage zu bekommen, haben wir unsere SAP Security-Experten Daniel und Nils befragt. Sie geben Einblicke aus der täglichen Beratungspraxis und berichten, dass SAP-Sicherheit im Unternehmensalltag oft als isoliertes Spezialthema behandelt wird und das SAP-System damit zur Blackbox wird.

Besonders herausfordernd ist die mangelnde Kommunikation zwischen SAP-Fachbereichen und der zentralen IT-Security. Oft existiert eine regelrechte Mauer zwischen den Abteilungen, sodass Risiken lange unentdeckt bleiben. Auch Informationssicherheitsbeauftragte fühlen sich häufig unsicher im Umgang mit SAP-Systemen.

Daniel Vander Putten Bild
Daniel Vander Putten
Teamleiter SAP Security
© www.AndreasLander.de
Nils Schönefuß
Berater für SAP Systembetrieb

„Das größte Problem ist, dass die Verantwortlichen nicht gemeinsam auf Risiken blicken und SAP-Security häufig isoliert betrachtet wird. Dabei sollten Risiken aus SAP genauso bewertet werden wie im restlichen IT-Bereich.“

Welche Risiken werden in SAP-Systemen häufig unterschätzt?

Viele Unternehmen gehen davon aus, dass ihre SAP-Systeme sicher sind, dabei werden gerade die internen Gefahren unterschätzt. Anders als bei klassischen IT-Angriffen von außen, spielen im SAP-Kontext Innentäter eine zentrale Rolle. Ein besonders häufiger Fehler ist die großzügige Vergabe von Berechtigungen: Mitarbeitende erhalten weitreichende Rechte (Stichwort: SAP_ALL), oft aus Bequemlichkeit oder Unwissenheit. „Wir können es nicht oft genug betonen: Überberechtigungen sind einer der größten Schwachpunkte“, so das Fazit unserer Experten. Das Risiko ist dabei nicht immer böswillig motiviert, manchmal werden Prozesse einfach auf dem kürzesten Weg erledigt, mit weitreichenden Folgen im Audit.

Ein weiteres gravierendes Problem ist das Patch-Management. Sicherheitsupdates werden häufig zu spät oder gar nicht eingespielt.

„Ungepatchte SAP-Systeme sind ein gefundenes Fressen für Angreifer. Nach jedem veröffentlichten Patch beginnt ein Wettlauf und wer zu spät ist, öffnet Angreifern Tür und Tor und riskiert gravierende Sicherheitsvorfälle.“

Neben Patchmanagement und Berechtigungsmanagement, ist ein oft übersehener Punkt die Protokollierung im SAP-System. Viele Unternehmen setzen die entsprechenden Parameter falsch oder aktivieren das Audit-Log gar nicht erst. Dabei ist es heute unverzichtbar, nachvollziehen zu können, was im System passiert ist und das geht nur mit sauberer Protokollierung und funktionierendem Alerting. Hier zeigt sich erneut: SAP darf keine Blackbox sein.

Die drei größten Risiken in SAP-Systemen auf einen Blick

Die 3 größten SAP Security Risiken auf einen Blick

Wie wird sich SAP Security in den nächsten Jahren entwickeln?

Die Grundlagen bleiben bestehen: Patchen und ein sauberes Berechtigungsmanagement sind nach wie vor das Fundament. Allerdings verändert sich die technische Landschaft rasant. Hybride Architekturen, Cloud-Services und Multi-Vendor-Umgebungen erhöhen die Komplexität deutlich. Während früher alle Systeme im eigenen Rechenzentrum standen, sind sie heute verteilt und vernetzt. Das macht es noch wichtiger, SAP nicht isoliert zu betrachten, sondern als Teil der gesamten IT-Infrastruktur. Andernfalls droht das sprichwörtliche Kartenhaus einzustürzen.

Was bedeutet SAP-Sicherheit für euch persönlich?

"Sicherheit wird vor allem als Vertrauenssache verstanden. Sicherheit bedeutet, dass ich meinem System und meinem Unternehmen auch morgen noch vertrauen kann. Wer in SAP-Security investiert, investiert letztlich in die Zukunftsfähigkeit seines Unternehmens."

Unsere Top-Tipps für mehr SAP-Sicherheit

  • In Sicherheit investieren

    Mindestens 8 bis 15 % des IT-Budgets sollten in Security fließen. (Bei kritischen Infrastrukturen, Finanzdienstleistern oder datenintensiven Geschäftsmodellen liegt das Budget häufig sogar deutlich darüber. „Security ist immer ein Kostenfaktor, aber nie ein Gewinnfaktor. Dennoch ist es eine Investition in das eigene Vertrauen und in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.“ Eine bewährte Aufteilung sind 80% des Budgets für Prävention (z.B. Awareness, System Hardening, Monitoring) und 20% für Reaktion (Backups, Notfallmanagement, Wiederanlauf).

  • Konsequent patchen und Berechtigungen prüfen

    Diese Grundlagen gehören regelmäßig auf die Agenda: Halten Sie Ihre SAP-Syteme auf dem aktuellen Stand und überprüfen Sie regelmäßig Ihr Berechtigungsmanagement auf Compliance. „Wir können es nicht oft genug betonen: Patchen und Berechtigungsmanagement sind das A und O.“

  • Protokollierung aktivieren

    Viele Angriffe oder Vorfälle bleiben unbemerkt, weil Protokolle fehlen oder falsch konfiguriert sind. Das bare Minimum ist, nachzuvollziehen, was passiert ist und das geht nur mit sauberem Alerting und Protokollierung. Nur so können gezielt Maßnahmen ergriffen werden.

Wie unterstützt in4MD Service Unternehmen bei SAP Security?

Unser Beratungsprozess beginnt mit einer individuellen Analyse: Wir prüfen gemeinsam mit dem Kunden, wo er steht und was wirklich benötigt wird. Erst danach folgt ein detailliertes Pre-Audit, das Schwachstellen und Handlungsbedarfe aufdeckt. Egal, ob ein Sicherheitsvorfall, ein Audit oder bestehende Services der Auslöser sind, unser Ansatz ist immer methodisch und maßgeschneidert.

Wir betrachten SAP Security ganzheitlich und begleiten Unternehmen in allen Bereichen der Sicherheit. Unser Leistungsportfolio umfasst:

  • SAP Security Beratung: Umfassende Analyse und Bewertung Ihrer SAP-Sicherheitslage.
  • Monitoring & Managed Security Services: Laufende Überwachung Ihrer Systeme für maximale Transparenz und schnelle Reaktion.
  • Patchmanagement: Entwicklung und Umsetzung effizienter Patch-Prozesse, um Sicherheitslücken schnell zu schließen.
  • Berechtigungsmanagement: Optimierung und Kontrolle von Berechtigungen, um Überberechtigungen und Risiken zu vermeiden.
  • SAP Security Workshop & Roadmap: Gemeinsam bauen wir eine maßgeschneiderte SAP Security Roadmap für Ihr Unternehmen.

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz sorgen wir dafür, dass alle sicherheitsrelevanten Aspekte bedacht werden, von der Strategie bis zur operativen Umsetzung.

Fazit: SAP Security ist Vertrauenssache

SAP-Sicherheit ist kein Selbstläufer. Unternehmen dürfen nicht darauf vertrauen, dass ihre Systeme „schon sicher laufen“, sondern müssen aktiv handeln und kontinuierlich nachsteuern. Patchen, Berechtigungsmanagement und Protokollierung sind und bleiben die wichtigsten Maßnahmen. Wer diese Basics beherrscht und regelmäßig prüft, schafft die Grundlage für eine dauerhaft sichere SAP-Landschaft. Nur so wird SAP vom Risikofaktor zum vertrauenswürdigen Bestandteil Ihrer IT-Sicherheitsstrategie.

Unser Newsletter - #stayin4MD

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit allen Informationen rund um SAP und die in4MD Service – direkt in Ihr Postfach.

Verwandte Beiträge