So treffen Sie 2026 die richtige ERP-Entscheidung
Für viele SAP-Kunden wird die Frage nach der zukünftigen ERP-Strategie immer konkreter. Das Ende der regulären Mainstream Maintenance für SAP Business Suite 7 rückt näher, gleichzeitig positioniert SAP seine Cloud-Angebote und RISE with SAP immer deutlicher als strategischen Weg in die Zukunft.
Doch bedeutet das, dass Unternehmen jetzt zwingend mit RISE in die Cloud wechseln sollten?
Nein, aber die Entscheidung sollte jetzt sehr bewusst getroffen werden.
SAP S/4HANA ist gesetzt – das Betriebsmodell nicht
Mit dem Ende der Mainstream Maintenance für die SAP Business Suite 7 bis Ende 2027 rückt die Migration zu SAP S/4HANA in den Fokus. Unternehmen müssen dabei zwei grundlegende Entscheidungen treffen:
- Wie erfolgt der Umstieg von SAP ECC auf SAP S/4HANA?
- Wo und wie soll SAP S/4HANA künftig betrieben werden – On-Premises im Hosting, als Private Cloud oder über RISE with SAP?
Die Entscheidung für SAP S/4HANA ist damit nicht automatisch eine Entscheidung für RISE.
SAP setzt strategisch klar auf die Cloud
Gleichzeitig ist die Richtung von SAP eindeutig, denn neue Innovationen rund um Cloud ERP, Business AI, Joule, die SAP Business Technology Platform (BTP) und Automatisierung werden zunehmend auf die Cloud-Strategie ausgerichtet und stehen damit zunächst Cloud-Kunden zur Verfügung.
Unternehmen, die diese Innovationen schnell nutzen, Prozesse standardisieren und operative Verantwortung abgeben möchten, profitieren daher besonders von RISE with SAP.
Und was ist mit SAP S/4HANA On-Premises?
Trotz Cloud-Fokus bleibt SAP S/4HANA On-Premises eine valide Option, denn SAP garantiert Wartung und Support für SAP S/4HANA On-Premises mindestens bis 2040. Damit ist SAP S/4HANA On-Premises keineswegs kurzfristig ein Auslaufmodell.
Für Unternehmen mit einem wirtschaftlichen und gut funktionierenden Betriebsmodell, hohen Anforderungen an Kontrolle und Individualisierung oder einem leistungsfähigen Hosting-Partner kann SAP S/4HANA On-Premises deshalb weiterhin eine valide Option sein.
Interessant ist dabei auch der Blick auf den Markt, denn der DSAG-Investitionsreport 2026 zeigt, dass viele Unternehmen weiterhin erheblich in SAP S/4HANA On-Premises investieren. Das bedeutet, dass die Cloud-Strategie von SAP und die tatsächlichen Transformationswege der Kunden also noch längst nicht überall deckungsgleich sind.
Übergangsmodelle für komplexe ECC-Landschaften
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht:
„Müssen wir mit SAP in die Cloud?“
Sondern:
„Welches Zielmodell ist für unser Unternehmen fachlich, technisch und wirtschaftlich das richtige?“
Unternehmen sollten vor der Transformation insbesondere folgende Fragen klären:
- Welche SAP-Innovationen und KI-Funktionen sind für uns relevant?
- Bringt RISE with SAP klare Vorteile gegenüber dem bisherigen Betriebsmodell?
- Wie entwickeln sich die Kosten über 5–10 Jahre?
- Welche Verantwortung übernimmt SAP, was verbleibt im Unternehmen?
- Was müssen Sie tun, hinsichtlich Security, Compliance und Datenhaltung?
- Wie flexibel und individuell muss Ihre SAP-Landschaft bleiben?
- Welche Vertragsbindungen entstehen? Gibt es ein Exit-Szenario?
- Wie passt das Betriebsmodell zu Ihrer langfristigen IT- und Cloud-Strategie?
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Unser Fazit: Erst die Zielarchitektur, dann das Betriebsmodell
Die Entscheidung zwischen SAP S/4HANA On-Premises und RISE with SAP ist keine reine Entweder-oder-Frage, denn es gibt 2026 mehr Möglichkeiten als je zuvor. Daher sollten Unternehmen zuerst die Zielarchitektur und die eigenen Anforderungen definieren – und erst dann das passende Betriebsmodell wählen.
Unsere Empfehlung:
- RISE with SAP eignet sich für Unternehmen, die Cloud-Innovationen, Standardisierung und Entlastung bei Betriebsaufgaben suchen.
- SAP S/4HANA On-Premises bleibt wirtschaftlich und technisch sinnvoll, wenn Kontrolle, Individualisierung und eigener Betrieb, bzw. ein kundenindividuelles Hosting gefragt sind.
Entscheidend ist, ECC-Ablösung, SAP S/4HANA-Transformation und Cloud-Entscheidung nicht vorschnell miteinander gleichzusetzen.
Wir unterstützen Unternehmen dabei, die verschiedenen Optionen transparent gegenüberzustellen und eine belastbare SAP-Roadmap zu entwickeln – von der bestehenden ECC-Landschaft über die SAP S/4HANA-Transformation bis zum passenden zukünftigen Betriebs- und Security-Modell.